Abnehmen mit den Sinnen – so purzeln die Pfunde

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Selbstverständlich kann man nur abnehmen, wenn man seine Kalorienzufuhr reduziert, und gleichzeitig mehr Kalorien verbraucht, als man zu sich nimmt. Auch wenn das Prinzip abnehmen jedem klar sein sollte, fällt es oft nicht so leicht, auch wirklich durchzuhalten. Der gute alte innere Schweinehund hört einfach nicht auf, an dem neuen Lebensstil zu rütteln. Abnehmen hat aber nicht immer nur etwas mit Kalorienzählen zu tun, es gibt auch Möglichkeiten, das Essverhalten positiv zu beeinflussen. Unsere Sinne spielen dabei eine sehr große Rolle.

Chicken meatballs with pasta

Sehen – schön bunt darf es sein, aber kontrastreich

Man mag es vielleicht nicht glauben, der die Wahl der Geschirrs kann wichtig sein beim Abnehmen. In einem Experiment konnte herausgefunden werden, dass man von einem Gericht mehr auf den Teller legt, wenn der Teller und das Gericht dieselbe Farbe haben. Also wenn Nudeln in Tomatensoße auf einem roten Teller liegen, legt man automatisch mehr auf den Teller. Daher ist es ratsam, Gerichte mit vielen Kalorien und Fetten auf einen Teller zu geben, der eine Kontrastfarbe hat. Dann sind wir in der Lage, die wahre Größe der Portion richtig wahrzunehmen, und es landet weniger Kalorienreiches auf dem Teller. Wenn du aber ein sehr leichtes Essen mit wenigen Kalorien als Mahlzeit zu dir nimmst, sollten Teller und Essen dieselbe Farbe haben, denn davon kann man ruhig mehr essen. Du hast nur ein Service im Schrank, und das ist einfarbig? Auch kein Problem, wenn man die Farbe des Geschirrs nicht ändern kann, dann kann auch die Größe entscheidend sein. Je größer ein Teller ist, desto mehr packt man sich auch drauf. Wenn du also Pommes essen möchtest, nimm dafür einen Kuchenteller, dann isst du nicht so viel davon.

Riechen – mit Vanille und Grapefruit gegen die Pfunde

Die Sucht nach Süßigkeiten ist in vielen Fällen der Grund dafür, dass Menschen zunehmen. Alles süße und fettreiche schmeckt aber auch so lecker. Du bist auch ein Süßschnabel? Dann kennst du das Problem sicher nur zu gut. Aber: Wenn du es schaffst, den Süßkram wegzulassen, kannst du ganz schnell Pfunde verlieren. Probiere einfach einmal einen kleinen Trick aus. Vanilleöl kann dir dabei helfen, deine Lust auf Süßes zu verbannen. Immer wenn der Heißhunger kommt einfach an dem Öl riechen, und schon verschwindet der Heißhunger. Warum das so ist? Ganz einfach, der Vanilleduft sorgt dafür, dass die Ausschüttung des Botenstoffs Serotonin gesteigert wird. Das ist der Botenstoff, der die Glücksgefühle erzeugt, die du dir sonst durch Süßigkeiten holst. So bist du auch ganz ohne den Süßkram zufrieden, und die Waage freut sich.

Abnehmen mit Sinnen 3

Schmecken – Zimt, Thymian und Oregano sättigen

Fett ist ein Geschmacksträger. Gerade in Fleischgerichten wird oft darauf geachtet, dass ausreichend Fett vorhanden ist. Wenn das Fett beispielsweise in Gerichten aus Hackfleisch reduziert wird, schmeckt es vielen Menschen nicht mehr. Gewürze wie Zimt, Thymian und Oregano können aber dafür sorgen, dass ein fettarmer Hackbraten dann auf einmal doch wieder schmeckt. Einfach den Fettanteil reduzieren, und mit diesen Gewürzen würzen, und schon hat man viel weniger Kalorien zu sich genommen als sonst. Der Grund für diesen Effekt ist, dass die Gewürze ein starkes Geschmackserlebnis erzeugen, das auf das Appetitzentrum einwirkt. Dadurch wird eher das Gefühl erzeugt, dass man eigentlich schon genug hat. In einem Versuch konnte herausgefunden werden, dass Versuchspersonen rund ein Drittel eines Gerichts weniger aßen, als dies herzhaft gewürzt serviert wurde.

Der Tag war wieder einmal schrecklich, ein nerviger Chef, ekelhafte Kollegen, und dann macht auch noch der Freund Schluss – darauf erst einmal eine Tafel Schokolade, um die Nerven zu beruhigen. Eigentlich keine schlechte Idee, die Geschichte mit der Schokolade, denn diese schüttet wirklich durch den enthaltenen Kakao Glückshormone aus. Allerdings ist eine ganze Tafel eindeutig zu viel. Wenn auch du zu den Menschen gehörst, die Schokolade als Retter in der Not ansehen, solltest du die besser eine Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 Prozent in den Schrank legen. Davon dann ein Stück nehmen, und langsam auf der Zunge zergehen lassen. Das hat denselben Effekt, als wenn du eine ganze Tafel verputzt, aber mit weitaus weniger Kalorien und Zucker.

Man hand. Fist.

Fühlen – die Willenskraft stärken

Die Willenskraft ist ein sehr wichtiger Punkt, wenn es ans Abnehmen geht. Am ersten Tag ist man noch sehr enthusiastisch, am zweiten Tag geht es so, und am dritten Tag kann man nur noch mit sehr viel Mühe einen Weg um den Dönerladen herum finden. Aber es gibt einen Weg, wie man der Versuchung widerstehen kann, und das ist sogar noch ganz einfach: Ball die Faust. Das ist wirklich alles. Durch diese Bewegung werden die Muskeln angespannt, diese Anspannung wiederum sendet eine Botschaft ans Gehirn: Ich bin stark! Diese Botschaft überträgt sich tatsächlich auch auf die Willenskraft. Also, immer wenn die Pommesbude, das Eiscafé oder der Fast-Food Laden bedrohlich nahe kommt: Faust ballen!

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Hören – mit klassischer Musik weniger essen

Du bist kein Fan von klassischer Musik? Solltest du aber vielleicht noch werden. Mit der richtigen Begleitmusik essen wir ganz einfach langsamer, und nehmen somit auch weniger zu uns. Als besonders geeignet hat sich klassische Musik erwiesen, allerdings ohne Gesang, so wie beispielsweise die Klaviersonaten von Mozart. Weiterhin sind auch bestimmte Rhythmen in der Lage, die Produktion von Botenstoffen zu beeinflussen. Bei recht langsamen und gleichzeitig tiefen Klängen wird weniger Cortisol produziert, auch bekannt als Dickmacher-Hormon.

 

Wie man sieht, hat Abnehmen nicht nur etwas mit Kalorienzählen zu tun, auch die Sinne spielen eine große Rolle. Das ist auch der Grund, warum Techniken wie Yoga oder Meditation einen positiven Einfluss auf das Abnehmergebnis haben. Weniger Stress und ein ausgeglichener Alltag sorgen dafür, dass wir weniger zu ungesunden Dickmachern greifen.

 

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